Warum Griechenland wieder von Europa Hilfe braucht

Allgemein

Hilferuf aus Athen. Griechenland verzeichnete im Mai wieder deutlich mehr Ankünfte von Migranten aus der Türkei. Die Unterkünfte sind überfüllt. Der griechische Migrationsminister Dimitris Vitsas fordert mehr Solidarität von den anderen EU-Staaten. Die Flüchtlinge müssten umgesiedelt werden. Weg von den Inseln und aus den Lagern. Dazu müssten auch die anderen Staaten der EU einen Beitrag leisten und dürften Griechenland mit dem Problem nicht alleine lassen. Der alte Streit um einen sogenannten „Verteilungsschlüssel“ kommt also wieder auf die europäische Agenda. Doch viele Länder in der EU, besonders in Ost- und Südosteuropa, weigern sich hartnäckig gegen eine solche Umverteilung. Andere Staaten wie Schweden, Deutschland oder auch Italien sind dafür. Eine Einigung ist hier nich in Sicht. Allerdings geht es in den kommenden Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in diesem Jahr um die Finanzplanung bis zum Jahr 2027. Hier ist also damit zu rechnen, dass die beiden Fragen miteinander verknüpft werden. Nach dem Motto: Wenn Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, dann müssen sie auch mit weniger Geld auskommen können. Und das dürfte sehr spannend werden!

Call for help from Athens. In May, Greece again recorded significantly more arrivals of migrants from Turkey. The accommodations are overcrowded. The Greek migration minister Dimitris Vitsas demands more solidarity from the other EU states. The refugees must be resettled. Away from the islands and from the camps. The other EU states must also make a contribution to this and must not leave Greece alone with the problem. The old dispute over a so-called „distribution key“ is therefore back on the European agenda. But many countries in the EU, especially in Eastern and South Eastern Europe, are stubbornly refusing such a redistribution. Other countries such as Sweden, Germany and Italy are in favour. An agreement is not in sight here. However, the forthcoming meetings of EU heads of state and government this year will focus on financial planning up to 2027. It is therefore to be expected that the two issues will be linked. According to the motto: If countries do not want to accept refugees, then they must also be able to manage with less money. And that should be very exciting!