Warum der EU-Gipfel heute so wichtig ist

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Heute und morgen treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfeltreffen, das wichtiger und entscheidender sein könnte, als andere. Denn es geht nach der Wahl zum Europäischen Parlament vor knapp einem Monat jetzt um die Agenda der EU aus Sicht der Mitgliedsländer bin zum Jahr 2024. Außerdem stehen die Finanzplanungen der EU sogar bis zum Jahr 2027 auf dem Plan. Es geht also darum, wer seine politischen und finanziellen Interessen in der EU für die nächsten fünf bis acht Jahre durchsetzen kann. Bisher galt immer: Wenn Deutschland und Frankreich sich einig sind, dann hat die EU eine klare Ausrichtung. Blöderweise sind sich Berlin und Pars aber eben nicht besonders einig. Kanzlerin Merkel hat jahrelang alle Einladungen von Emmanuel Macron zu gemeinsamen Reformen in der EU praktisch ignoriert. Macron hat sich unterdessen neue Verbündete beispielsweise bei den spanischen Sozialdemokraten geholt. Symbolisch wichtig wird aber die Frage nach dem neuen Kommissionspräsidenten. Merkel will hier den CSU-Mann Weber – und Macron hat sich schon gegen ihn festgelegt.    

Today and tomorrow the EU Heads of State and Government will meet for a summit that could be more important and decisive than others. After the election to the European Parliament less than a month ago, it is now a question of the agenda of the EU from the point of view of the member states to the year 2024. Moreover, the financial planning of the EU is even on the agenda until the year 2027. It is therefore a question of who can assert their political and financial interests in the EU for the next five to eight years. Until now, the rule has always been: if Germany and France agree, then the EU has a clear orientation. Unfortunately, however, Berlin and Pars are not particularly united. For years Chancellor Merkel practically ignored all Emmanuel Macron’s invitations to joint reforms in the EU. Meanwhile, Macron has gained new allies from the Spanish Social Democrats, for example. However, the question of the new Commission President is becoming symbolically important. Merkel wants the CSU man Weber here – and Macron has already committed himself against him.